BEZAHLFERNSEHEN
Netflix und Dazn setzen Sky unter Druck

Abschied von der Formel 1: Auf derart spektakuläre Bilder müssen Sky-Abonnenten demnächst verzichten
Mit neuen Serien will Sky gegen die wachsende Streaming-Konkurrenz antreten. Im wichtigen Fußball-Geschäft muss sich der Bezahlsender die Champions League mit Dazn teilen. Von der Formel 1 verabschiedet sich Sky komplett.
Von den Übernahmeplänen ist Sky Deutschland nicht direkt betroffen. Gleichwohl lastet auf Vorstandschef Schmidt ein hoher Erwartungsdruck. Denn nirgendwo in Europa ist das Wachstumspotential für Sky größer als hierzulande. 5,2 Millionen Zuschauer hat Sky in Deutschland, und damit 200.000 mehr als im Vorjahr. In Großbritannien sind es aber schon zwölf Millionen. Es gebe keinen Grund, warum Deutschland weniger Sky-Kunden als England haben sollte, sagte kürzlich Jeremy Darroch, der Vorstandschef des Mutterkonzerns: „Wir wollen darum in Deutschland eine deutlich größere Rolle spielen.“

Wie das gelingen kann, darauf kam Schmidt erst nach 25 Minuten zu sprechen. Von August an sind in Deutschland die Champions-League-Spiele live nicht mehr im ZDF zu sehen, sondern nur noch auf Sky und Dazn. Am Ende muss es also der Fußball für Sky wieder richten.
Aus der Formel 1 steigt der Bezahlsender dagegen komplett aus. Den Vertrag habe Sky nicht verlängert, sagte Schmidt: „Wir werden die Formel 1 nicht mehr weiter ausstrahlen ab dieser Saison.“ Die Rennen werden bei RTL im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt.

Quelle: F.A.Z.